Oktober in Buenos Aires
¡Feliz primavera!
Es ist Fruehling hier in Buenos Aires. Und dieser hat sich seit meiner Ankunft in Buenos Aires vor knapp zwei Wochen bereits von allen Seiten praesentiert: Vom Regentag bei 12 Grad mit literweise Wasser bis zum fantastischen Fruehsommertag bei ueber 30 Grad.
Mit der Ambulanz in die Stadt?
Das bestellte Taxi hat mich nach meiner Ankuft in BsAs speditiv zu meinem temporaeren Daheim gebracht. So speditiv, dass ich erst glaubte, es gehe um Leben und Tod. Hab ich die Ambulanz oder ein Taxi bestellt? Ihr muesst euch folgende Situation vorstellen: Der Taxifahrer rast (bei Speedlimit von 40) mit 90 km/h auf die Barriere der Mautstation zu. Nur er weiss natuerlich, dass sich die Barriere rechtzeitig oeffnen wird :-) Das nennt sich Vertrauen in die Technik...
Von blanken Messingschildern und sozialem Klimmzug
Mein Zimmer bei Carlos und Patricia liegt in einem gepflegten Appartment in einem ebenso gepflegten Haus. Auf dem Schulweg kann ich jeweils unzaehlige Hausmeister bei ihrer ersten und wichtigsten Taetigkeit des Tages beobachten: Beim Polieren der Messingschilder und Tuerknoepfe bei den Wohnhausern in BsAs. Hinter den blank polierten Schildern und Knoepfen findet man blendende Fussboeden und fingerabdruckfreie Spiegel.
Welche Menschen leben hinter der Blende? Es ist der urbane Mittelstand von Argentinien, welcher seit der Wirtschaftskrise ziemlich geschrupft ist. Heute wird einfach mehr gearbeitet und weniger konsumiert. Der Besitzstand (und der Schein) wird jedoch auf biegen und brechen gewahrt: Die Ferien und das Auswaertsessen wird gestrichen, das Hausmaedchen und die Migliedschaft im Golfclub bleibt...
Dieser soziale Klimmzug zeigt sich auch in den unteren Schichten. Beim unsichtbaren wird gespart, beim Sichtbaren wird aus dem Vollen geschoepft. Die teuren Turnschuhe (CH Preise!) und das Mobiltelefon ist einfach ein MUSS fuer alle.
Zwar erhalten die Argentinier von den Banken kein Geld mehr um sich Wohneigentum zu kaufen. In den Geschaeften ist jedoch "heute kaufen, morgen zahlen" ein absoluter Renner. Ob das gut geht??
Die wachsende Hassliebe zu Buenos Aires
Die Stadt hat Charme und dennoch moechte man regemaessig die Flucht ergreifen. Der Geraeuschpegel ist permanent hoch. Es wird gehupt was das Zeug haelt und die Dieselbusse (collectivos) stinken zum Himmel. Beim Anfahren lassen sie jeweils eine dichte schwarze Wolke hinter sich. Viele collectivieros sind vermutlich unentdeckte Rennfahrer Talente. Vollgas (=Rauchwolke) und Vollstop ist hier der am weitesten verbreitete Fahrstil (wenn man hier ueberhaupt das Wort 'Stil' erwaehnen darf). Die anfahrenden collectivos lassen sogar die (schlechten) Fenster in meinem Zimmer im 8. Stock (!) erschuettern...
Als Fluchtmoeglichkeit bietet sich der Puerto Madero oder eines der unzaehligen Kaffeehauser an (danke Tom, fuer die Liste der traditionellen Kaffeehauser!!).
The whole in a nutshell: Es gefaellt mir ausgezeichnet hier und mein Spanisch macht Fortschritte. Ohne Arbeit laesst es sich auch gut leben. Ich kann mich voll auf die Sprachschule und auf all die neuen Eindruecke konzentrieren. Das Leben ist schoen!
Es ist Fruehling hier in Buenos Aires. Und dieser hat sich seit meiner Ankunft in Buenos Aires vor knapp zwei Wochen bereits von allen Seiten praesentiert: Vom Regentag bei 12 Grad mit literweise Wasser bis zum fantastischen Fruehsommertag bei ueber 30 Grad.
Mit der Ambulanz in die Stadt?
Das bestellte Taxi hat mich nach meiner Ankuft in BsAs speditiv zu meinem temporaeren Daheim gebracht. So speditiv, dass ich erst glaubte, es gehe um Leben und Tod. Hab ich die Ambulanz oder ein Taxi bestellt? Ihr muesst euch folgende Situation vorstellen: Der Taxifahrer rast (bei Speedlimit von 40) mit 90 km/h auf die Barriere der Mautstation zu. Nur er weiss natuerlich, dass sich die Barriere rechtzeitig oeffnen wird :-) Das nennt sich Vertrauen in die Technik...
Von blanken Messingschildern und sozialem Klimmzug
Mein Zimmer bei Carlos und Patricia liegt in einem gepflegten Appartment in einem ebenso gepflegten Haus. Auf dem Schulweg kann ich jeweils unzaehlige Hausmeister bei ihrer ersten und wichtigsten Taetigkeit des Tages beobachten: Beim Polieren der Messingschilder und Tuerknoepfe bei den Wohnhausern in BsAs. Hinter den blank polierten Schildern und Knoepfen findet man blendende Fussboeden und fingerabdruckfreie Spiegel.
Welche Menschen leben hinter der Blende? Es ist der urbane Mittelstand von Argentinien, welcher seit der Wirtschaftskrise ziemlich geschrupft ist. Heute wird einfach mehr gearbeitet und weniger konsumiert. Der Besitzstand (und der Schein) wird jedoch auf biegen und brechen gewahrt: Die Ferien und das Auswaertsessen wird gestrichen, das Hausmaedchen und die Migliedschaft im Golfclub bleibt...
Dieser soziale Klimmzug zeigt sich auch in den unteren Schichten. Beim unsichtbaren wird gespart, beim Sichtbaren wird aus dem Vollen geschoepft. Die teuren Turnschuhe (CH Preise!) und das Mobiltelefon ist einfach ein MUSS fuer alle.
Zwar erhalten die Argentinier von den Banken kein Geld mehr um sich Wohneigentum zu kaufen. In den Geschaeften ist jedoch "heute kaufen, morgen zahlen" ein absoluter Renner. Ob das gut geht??
Die wachsende Hassliebe zu Buenos Aires
Die Stadt hat Charme und dennoch moechte man regemaessig die Flucht ergreifen. Der Geraeuschpegel ist permanent hoch. Es wird gehupt was das Zeug haelt und die Dieselbusse (collectivos) stinken zum Himmel. Beim Anfahren lassen sie jeweils eine dichte schwarze Wolke hinter sich. Viele collectivieros sind vermutlich unentdeckte Rennfahrer Talente. Vollgas (=Rauchwolke) und Vollstop ist hier der am weitesten verbreitete Fahrstil (wenn man hier ueberhaupt das Wort 'Stil' erwaehnen darf). Die anfahrenden collectivos lassen sogar die (schlechten) Fenster in meinem Zimmer im 8. Stock (!) erschuettern...
Als Fluchtmoeglichkeit bietet sich der Puerto Madero oder eines der unzaehligen Kaffeehauser an (danke Tom, fuer die Liste der traditionellen Kaffeehauser!!).
The whole in a nutshell: Es gefaellt mir ausgezeichnet hier und mein Spanisch macht Fortschritte. Ohne Arbeit laesst es sich auch gut leben. Ich kann mich voll auf die Sprachschule und auf all die neuen Eindruecke konzentrieren. Das Leben ist schoen!

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