maik on tour

Süd- und Mittelamerika, 18. Oktober 2005 - 01. Mai 2006

Montag, Dezember 05, 2005

Cabalgata mit Hernán ("Guru") Uriburu

Es ist Sonntag Abend 4.12.05. Ich habe mich soeben mit einer heissen Dusche erfrischt. Der ersten nach 3 Tagen Cabalgata in den Bergen südlich von Salta.
Hernán Uriburu ist ein Mustervertreter des alternativen Turismus. Langsamkeit steht zuoberst auf dem Programm. Er unternimmt keine Touren unter einer Dauer von drei Tagen. "Das Geheimnis meiner Cabalgatas ist die Zusammenarbeit mit den Bergbauern und Gauchos in den Zonen, welche ich im Programm habe", so Hernán. Er hat bereits Preise erhalten für seinen alternativen Turismus. Die Preise hat er dann gleich an die Leute in den Bergen weitergegeben. Hernán ist eine Persönlichkeit mit unglaublicher Ausstrahlung.
Am Freitag 02.12.05 gings los ab Salta in Hernán's gelbem Landrover Jahrgang 1956. Auf dem Weg in den Süden wuden noch Coca Blätter eingekauft (in Argentinien nur in der Provinz Salta und Jujuy erlaubt) - für die Leute in den Bergen. Ab Guachipas nochmals 20km über Schotterstrassen bis "El Cebilar". Hier erwarteten uns zwei Hengste, zwei Mulas sowie Gaucho Manolo, unser Guia für die nächsten drei Tage. Ich fühlte mich jetzt schon wie in einer anderen Welt. Und das war erst der Anfang.
Ich musste mich erst an mein Fortbewegungsmittel gewöhnen. Die Cabalgata führte uns in die Berge von Las Juntas. Die wechselne Landschaft hat mich tief beeindruckt. Wir haben in Häusern von Bergbauern übernachtet. Äusserst rustikal :-) Gotthelfs Zeiten lassen Grüssen.
Küchen mit offenem Feuer und Lehmboden. Hühner, Ziegen, Schafe, Hunde und Menschen leben auf engem Raum zusammen. Bei Emma Flores werden wir warm emfpangen. Mit Mate, selbstgemachtem Käse und Fladenbrot. Muy amabile. In ihrer einfachen Küche bereitet sie uns Nuden, Fleisch und Suppe zu. Emma hat neben ihren 8 eigenen Kindern 23 Pflegekinder grossgezogen. Hut ab vor dieser Frau!
Am zweiten Tag steht uns (bzw. den Pferden) ein harter Aufstieg bevor. Es geht rund 1500 Höhenmeter aufwärts. Die Tiere schwitzen was das Zeug hält, während wir die Landschaft geniessen. Die Tage verlaufen ruhig. Es wird wenig gesprochen und damit bleibt viel Zeit für eigene Gedanken und "Selbstgespräche".
El Churcal ist unser zweites Nachtlager. Wieder eine einfache Hütte in den Bergen. Der Empfang war nicht ganz so warm wie bei Emma Flores. Aber wir werden "gefüttert" und sind auch ziemlich auf dem Hund. Abendessen und ab ins (durchhängende) Bett.
Am dritten Tag wechseln sich brennende Sonne und beissender Wind ab. Auch an diesem Tag bleiben wir trocken. Der Abstieg verläuft zügig und wir holen uns einige Kratzer an den Dornenbüschen des engen Bergpfades. Zurück in El Cebilar setzen wir uns Müde und zufrieden in den Landi nach Salta. Was für Eindrücke! Es werden wohl ein paar Tage vergehen, bis diese verarbeitet sind. Die Bilder findet Ihr unter "Links" auf meinem Blog.
Hernán's pagina internet:
http://www.argentinacabalgatas.todowebsalta.com.ar/