Mit dem Schiff von Pto Montt nach Pto Natales
In meiner Unbeschwertheit des "mit dem Wind" Reisenden musste ich erstmals dafür bezahlen, nicht vorausgeplant zu haben. Kostenpunkt der Spontanität: USD 115.- Dies ist die Differenz zwischen der Holzklasse und der Kabinenklasse, für die es noch Tickets gab. Nun, für meine 470 Dollar habe ich eine mehr oder minder bequeme Pritsche in einer 4er Kabine mit eigenem Bad erhalten. Und ein Aussenfenster. Kein Grund zur Klage.
Mit gegen 150 weiteren Passagieren, die meisten so wie ich Backpacker, "stürme" ich am Nachmittag des 19.12.2005 die kombinierte Fracht- und Passagierfähre der Firma Navimag. Es soll eine ruhige Fahrt werden. Keine einzige Welle trübt die spiegelglatte Wasseroberfläche in den Chilenischen Fjorden. Auf dem Schiff gibts Vollpension im Buffetstil (wirklich gutes Essen, empfehlenswert). Fast jeder Passagier trägt ausser seinem Backpack mehrere verdächtig schwere Supermarkttüten. Vermute, der Alkohol im Umkreis von 50km ist ausverkauft... Pisco (Nationalgrtränk in Chile und Peru), Bier & Wein (der Marke "I don't care as long as I get pissed fast", z.B. Cabernet Sauvignon im 2 Liter Tetra Pack, vom "Guten") gehört wohl zur Standardausrüstung. Kaum zu glauben!! Ja wollen die sich denn alle 3 Tage lang betrinken?? Beschämt verstaue ich meinen Pisco im Backpack ;-) Bild (bzw. Pixelsammlung): Boarding in Pto Montt
Los gings mit Programm- und Sicherheits-hinweisen. Chau Puerto Montt. Wie in sämtlichen Prospekten, Guidebooks und Empfehlungen versprochen: Die Landschaft ist einzigartig. Welche Weite, welche Ruhe (abgesehen vom monotonen Stampfen der beiden Dieselmotoren). Eingepackt in mehrere Kleiderschichten, Mütze und Handschuhe, bewaffnet mit Kaffee oder Tee, spazieren die Passagiere auf den Aussendecks umher.
Drinne vertreiben sie sich die Zeit mit Lesen, Kartenspielen, Diskutieren, Essen und natürlich Trinken. Jeweils 1 Stunde vor dem Mittag- und dem Nachtessen gibt's bei Sig Pollo an der Bar "Happy Sour" - die Happy Hour für Pisco Sour. Und zum Essen natürlich ein Gläschen vom "Guten" ;-)
Die Pille vor dem Sturm
Das Schiff passiert während rund 12 bis 15 Stunden offenes Meer. Das ist dann, wenn die Passagiere in der Regel eher in ihren Kabinen anzutreffen sind als beim Trinken in der Bar ;-) Der Kapitän hat uns am Vormittag darüber informiert, dass die Schaukelparty nach dem Mittagessen (Kapitän lächelte bei dieser Passage im Satz; warum wohl?) beginnen wird. An der Bar gabs heute neben Pisco Sour auch Pillen gegen Übelkeit zu kaufen (warum gibt's die nicht immer zu Kaufen, in jeder Bar ;-)) Weil die Pille 2 Stunden vor der Schaukelparty eingenommen werden muss, wurde der exakte Zeitpunkt über Lautsprecher durchgegeben. Ein Schauspiel, sag ich euch. "Liebe Passagiere, es ist jetzt Zeit für die Pille".
Die Landschaft muss ich nicht weiter beschreiben. Schaut euch die Pixelsammlung an (leider ist ein Vollformat Upload bei diesen langsamen Internetverbindungen Wunschdenken).
Nach 3 Tagen und drei Nächten hat der Tross das Schiff verlassen und sich Richtung Torres del Paine Nationalpark verschoben (ein Mekka für Trekker und Backpacker). Ich werde Weihnachten hier in Pto Natales verbringen (weils vom Namen her so schön passt) und anschliessend in die südlichste Stadt der Welt reisen. Anfang Januar, so Aerolineas Argentina will, kommt mich meine Liebste besuchen *freu* und wir werden den Torres del Paine sowie den Lake District bereisen.
Für die arbeitende Bevölkerung: Ihr könnt den Trip Santiago, Puerto Montt, Navimagfahrt, Torres del Paine auch in einem 3- oder 4-wöchigen Urlaub ohne Stress bewältigen.
www.navimag.com
http://www.torresdelpaine.cl/
www.interpatagonia.com
Bis bald aus dem südlichsten Süden
Maik
Mit gegen 150 weiteren Passagieren, die meisten so wie ich Backpacker, "stürme" ich am Nachmittag des 19.12.2005 die kombinierte Fracht- und Passagierfähre der Firma Navimag. Es soll eine ruhige Fahrt werden. Keine einzige Welle trübt die spiegelglatte Wasseroberfläche in den Chilenischen Fjorden. Auf dem Schiff gibts Vollpension im Buffetstil (wirklich gutes Essen, empfehlenswert). Fast jeder Passagier trägt ausser seinem Backpack mehrere verdächtig schwere Supermarkttüten. Vermute, der Alkohol im Umkreis von 50km ist ausverkauft... Pisco (Nationalgrtränk in Chile und Peru), Bier & Wein (der Marke "I don't care as long as I get pissed fast", z.B. Cabernet Sauvignon im 2 Liter Tetra Pack, vom "Guten") gehört wohl zur Standardausrüstung. Kaum zu glauben!! Ja wollen die sich denn alle 3 Tage lang betrinken?? Beschämt verstaue ich meinen Pisco im Backpack ;-) Bild (bzw. Pixelsammlung): Boarding in Pto Montt
Los gings mit Programm- und Sicherheits-hinweisen. Chau Puerto Montt. Wie in sämtlichen Prospekten, Guidebooks und Empfehlungen versprochen: Die Landschaft ist einzigartig. Welche Weite, welche Ruhe (abgesehen vom monotonen Stampfen der beiden Dieselmotoren). Eingepackt in mehrere Kleiderschichten, Mütze und Handschuhe, bewaffnet mit Kaffee oder Tee, spazieren die Passagiere auf den Aussendecks umher.Drinne vertreiben sie sich die Zeit mit Lesen, Kartenspielen, Diskutieren, Essen und natürlich Trinken. Jeweils 1 Stunde vor dem Mittag- und dem Nachtessen gibt's bei Sig Pollo an der Bar "Happy Sour" - die Happy Hour für Pisco Sour. Und zum Essen natürlich ein Gläschen vom "Guten" ;-)
Die Pille vor dem Sturm
Das Schiff passiert während rund 12 bis 15 Stunden offenes Meer. Das ist dann, wenn die Passagiere in der Regel eher in ihren Kabinen anzutreffen sind als beim Trinken in der Bar ;-) Der Kapitän hat uns am Vormittag darüber informiert, dass die Schaukelparty nach dem Mittagessen (Kapitän lächelte bei dieser Passage im Satz; warum wohl?) beginnen wird. An der Bar gabs heute neben Pisco Sour auch Pillen gegen Übelkeit zu kaufen (warum gibt's die nicht immer zu Kaufen, in jeder Bar ;-)) Weil die Pille 2 Stunden vor der Schaukelparty eingenommen werden muss, wurde der exakte Zeitpunkt über Lautsprecher durchgegeben. Ein Schauspiel, sag ich euch. "Liebe Passagiere, es ist jetzt Zeit für die Pille".
Die Landschaft muss ich nicht weiter beschreiben. Schaut euch die Pixelsammlung an (leider ist ein Vollformat Upload bei diesen langsamen Internetverbindungen Wunschdenken).
Nach 3 Tagen und drei Nächten hat der Tross das Schiff verlassen und sich Richtung Torres del Paine Nationalpark verschoben (ein Mekka für Trekker und Backpacker). Ich werde Weihnachten hier in Pto Natales verbringen (weils vom Namen her so schön passt) und anschliessend in die südlichste Stadt der Welt reisen. Anfang Januar, so Aerolineas Argentina will, kommt mich meine Liebste besuchen *freu* und wir werden den Torres del Paine sowie den Lake District bereisen.
Für die arbeitende Bevölkerung: Ihr könnt den Trip Santiago, Puerto Montt, Navimagfahrt, Torres del Paine auch in einem 3- oder 4-wöchigen Urlaub ohne Stress bewältigen.
www.navimag.com
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www.interpatagonia.com
Bis bald aus dem südlichsten Süden
Maik

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